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„DAS PARADIES“ – ein Debüt-Album, das, mit Verlaub, einen Wendepunkt in der deutschsprachigen Musiklandschaft markieren könnte. Wie ein glitzerndes Gewitter aus heiteren Amüsements, höchst erwachsenen Liebeserklärungen und hitzigen Kampfansagen erschüttert und begeistert dieser Chanson-Pop. Im besten Fall geht man nach Genuss dieser Musik gründlich gereinigt und noch dazu mit hartnäckigen Ohrwürmern zum Tagewerk über.

Tristan Brusch macht schon seit vielen Jahren Musik. Eigentlich schon seit immer. Der Sohn eines Violinisten wuchs mit klassischer Musik auf und komponierte schon als Kind – Tristan, ein kleiner Amadeus.
Und absolut Wunderkind-haft ist, wie unverschämt gut sein deutschsprachiges Debüt-Album „Das Paradies“ nun geraten ist. Übrig von den Jahren der Klassik scheint allein die schlafwandlerische Sicherheit mit Komposition und Instrumentarium geblieben zu sein. Klanglich und in seiner Attitüde ist „Das Paradies“ anarchisch, ausgelassen, extrem hip und somit alles andere als gestrig.

Tristan Brusch vermengt gekonnt Stile wie fiebrigen New Wave (Hier Kommt Euer Bester Freund), discoiden Pop (Die Fetten Jahre), Chansons (Tier / Zuckerhut) und Breakbeats (Ich Lass Dich Nie Los) mit selbst erfundenen Synthie-Orgeln, die mal an das Gezirpe von Elfenwesen, mal an kreisende Helikopter und mal an Eisblumen (ja, der Mann kann Eisblumen vertonen) erinnern.

Zwischen Extravaganz und Extrovertiertheit legt Brusch bewusst eine zweite Spur aus anrührenden Balladen, welche einfach zum Weinen schön sind - Punkt.

Thematisch ist Brusch radikal: Der Tod, die Liebe, der Sex, die Depression, der Feminismus, das Patriarchat und sogar der deutsche Mainstream - alles bekommt derart gekonnt entweder seine eigene Hymne oder sein Fett weg, dass man sich fragt, wo die ganzen anderen deutschen Pop-Acts ihre Nicht-Themen hernehmen. Für Brusch scheint die große, weite Welt nur so gepflastert mit Sing- und sagbarem.

Tristan Brusch unterzieht den Hörer einer psychedelischen Genuss-Therapie an deren Ende nur eines warten kann: Das Paradies.

Der Rapper Maeckes wusste genau, was er tat, als er Tristan Brusch 2012 für sein neues Album "Tilt" (2016, Chimperator Productions) ins Boot holte.

Tristan komponierte die Musik, "Tilt" holte Platz 14 der deutschen Album-Charts. Anschließend gingen Maeckes, Tristan und der gemeinsame Produzent Äh, Dings auf Tour. Äh, Dings zeigt sich ebenfalls auf "Das Paradies" federführend bei der Produktion, Joe Joaquin hat das Album gemischt. Kollaboriert hat Tristan u.a. mit Cro, den Orsons, Me And My Drummer und mit Mine & Fatoni.

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